Die Therapie in der Sauerstoffkammer, spezielle Atemübungen, Physio- und Manualtherapien sowie Nordic Walking haben Doris L. (45) vier Monate nach ihrer COVID-19-Erkrankung wieder auf die Beine geholfen. Und das nach nur einer Woche im ADELI Medical Center. Ihr Ziel: Im Juli wieder arbeiten zu gehen.

Linz/Pieštany, im Juni 2021. Schwere Atemprobleme, extreme Erschöpfungszustände, Kurzatmigkeit, Gedächtnislücken, der Verlust des Geruchssinns – das waren Folgen einer COVID-Erkrankung im Februar 2021, mit denen die 45-jährige Doris L. aus dem Innviertel noch vier Monate nach ihrer COVID-19-Erkrankung zu kämpfen hatte. Bis sie von einer Freundin vom ADELI Medical Center erfuhr.

Wieder arbeiten können dank ADELI

Nach nur einer Woche im Rehabilitationszentrum in der Slowakei sagt die Oberösterreicherin: „Es war die beste Entscheidung, im ADELI Medical Center mit der ‚ADELI Family‘ zu arbeiten. Alles ist perfekt organisiert und die Therapeuten und Therapeutinnen wissen genau, was sie tun. Durch die intensiven Atemübungen, die Sauerstofftherapie in der hyperbaren Sauerstoffkammer, die Physio- und Manualtherapien und das Nordic Walking fühle ich mich jetzt endlich wieder wie vor meiner Corona-Erkrankung. Mein Ziel ist war es, am 5. Juli 2021 wieder arbeiten zu gehen. Das habe ich geschafft und lote gerade aus, wieviel ich von mir verlangen kann – es geht gut voran.“

Vor ihrem Aufenthalt bei ADELI fiel die Innviertlerin plötzlich das Lesen sehr schwer. Sie schildert weitere Nachwirkungen ihrer überstandenen Infektion mit COVID-19 Sars-CoV-2: „Ich habe die Butterdose zum Fernseher statt in den Kühlschrank gestellt. Ich wollte Cola sagen und habe stattdessen Brot gesagt. Ich wollte mir einen Kaffee machen und habe statt der Tasse einen Teller unter die Kaffeemaschine gestellt. Heute aber ist die Erinnerungsfähigkeit wieder voll da.“

„Angst, dass der Körper vergisst, zu atmen“

Doris und ihr Ehemann sind beide im Februar 2021 an COVID-19 erkrankt. Die Bankkauffrau hat ein Gedächtnisprotokoll angelegt: Auf die anfänglichen Kopf- und Halsschmerzen und dem ständigen Kältegefühl folgten Müdigkeit, Ohrenschmerzen und Atemprobleme. Nach etwa fünf Tagen war der Geruchssinn verschwunden. „Während bei meinem Mann eine Besserung eingesetzt hat, sind bei mir die Atemprobleme immer schlimmer geworden“, sagt die Patientin: „Ich hatte Angst, dass mein Körper in der Nacht vergisst, zu atmen.“ Nach der Quarantäne wurde das Zwerchfell mit Hilfe einer Atemtherapie behandelt, und Doris konnte danach etwas besser atmen, doch nicht annähernd so wie vor der Erkrankung – und jetzt.

Bleierne Müdigkeit und Panikattacken

„Ich konnte nach meiner COVID-Erkrankung nur 250 Meter weit gehen – an guten Tagen. An schlechten Tagen habe ich es nur einmal um unser Haus geschafft. Wäsche aufhängen war eine Tagesaufgabe für mich und beim Essen habe ich vergessen, wie man schluckt“, erzählt sie. Erst als sie begonnen hatte, einen Asthma Spray zu verwenden, kam es zu einer kleinen Leistungssteigerung: „Ich konnte zumindest eine halbe Stunde ganz langsam spazieren gehen. Trotzdem dachte ich, dass das wie eine beginnende Alzheimererkrankung ist. Das war alles so beklemmend, dass bei mir ab März 2021 Panikattacken eingesetzt haben.“ Die Innviertlerin konnte nicht mehr einkaufen gehen, Autofahrten haben sie erschöpft, Anrufe bei Ärzten haben sie überfordert: „‘Homeschooling, Homeoffice, ich muss funktionieren‘, rotierte es in meinem Kopf.“ – Aber es ging nicht. Nach sechs Wochen versuchte sie, zwei halbe Tage zu arbeiten. Erfolglos: „Das hat mich sehr zurückgeworfen“, berichtet Doris.